Verkaufsplattform Bookmundo: kleine Pflanze auf alter Buchdruckpresse

Selfpublisher-Verkaufsplattformen: Bookmundo

Um dem Buchhandel wenigstens die theoretische Möglichkeit zu geben, das Taschenbuch zu bestellen, entschied ich, auch auf Bookmundo zu veröffentlichen. Das Format mit 12 x 19 cm war so nahe an dem des Amazon-Taschenbuchs, dass die Änderungen an der Druckvorlage kein Problem waren. Ich musste lediglich die Stege bzw. die Ränder um den Textblock verkleinern und das Impressum austauschen. Fertig.

In einer E-Mail beglückwünschte mich Bookmundo zum Stand eines veröffentlichten Autors, mahnte aber im nächsten Satz, mich nicht auf den Lorbeeren auszuruhen (auf welchen eigentlich?), sondern das Kaufinteresse anzukurbeln. Dafür wurden mir folgende Aktivitäten vorgeschlagen:

  1. Verewigen Sie Ihr Buch, indem Sie ein Exemplar an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) schicken.
  2. Nehmen Sie Kontakt mit lokalen Medien oder Online-Influenzern und -Communities auf.
  3. Laden Sie Leute zu einer Buchvorstellung ein.

Hmmm, ob das der Weisheit letzter Schluss ist, wagte ich zu bezweifeln. Die Nationalbibliothek zu bemustern, ist eine Pflichtübung, die zum Beispiel BoD für seine Autoren als kostenlosen Service übernimmt. Mit Verkaufsförderung hat das in keinem Fall was zu tun, wie auch die beiden anderen „Tipps“ mehr nach eingebremstem Ankurbeln klangen.

Eigentlich hatte ich solche Aktivitäten auch von Bookmundo erhofft. Auf der eigenen Webseite nennen sie eine Partnerschaft mit mehreren großen Buchhandlungen. Die wären als Initiativabnehmer, gerne mit Remissionsrecht, schon mal erfreulich gewesen. Nur: Da tat sich nichts. Das Buch war zwar flott im Bookmundo-eigenen Webshop gelistet, aber auch hier herrschte Totenstille.

Dafür tauchte es nach einiger Zeit bei Amazon auf – mit einer Lieferzeit von zwei bis drei Wochen. Ich telefonierte mit einer befreundeten Buchhändlerin und bat sie, bei sich im System nachzuschauen. Ja, das Buch sei gelistet und bestellbar mit einer Lieferzeit von 15 Tagen. Da kamen mir erste ernsthafte Zweifel, ob das mit Bookmundo eine gute Idee war.

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Photo by Mojtaba Mohammadi on Unsplash


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